Einführung in die Unitäre Wahrnehmung
Anmerkung: Es folgt eine e-Mail an RFG und seine Antwort
05.12.2008
Hallo Rubén,
vor kurzem habe ich angefangen täglich die Unitäre Wahrnehmung zu versuchen und was damit anfing, „dem nicht funktionalen Denken zuzuhören, als wäre es ein weiteres Geräusch im Hintergrund“, verwandelte sich in relativ kurzer Zeit in einen Prozess der Identifikation und der sofortigen und unbeabsichtigten Auflösung jedes noch so kleinen unfunktionalen Gedankens.
Trotzdem HABE ICH ES NICHT GESCHAFFT DIE UNITÄRE WAHRNEHMUNG ZU ERREICHEN, sondern sie lediglich versucht und dieser Versuch begrenzt sich auf das Folgende: anstatt das nicht funktionale Denken ZU BEACHTEN und mich in ihm zu vertiefen, ACHTE ich auf die pure Wahrnehmung der Sinne.
Ich sage deshalb, dass ich die U.W. nicht erreicht habe, weil ich glaube, dass irgendwann ein Moment kommen muss, in dem die Wahrnehmung der Sinne anfängt vereinheitlicht zu funktionieren (einstimmig?), also wie eine einzige Sache (als wären alle Sinne nur ein einziger) – DAS HABE ICH NICHT GESCHAFFT, ICH HABE ES NICHT ERLEBT (ICH WEIß NICHT WAS DAS SEIN SOLL) und ich weiß nicht mal, ob dieses Gehirn (um nicht das Wort “ich” zu benutzen) überhaupt dazu fähig sein wird, das zu schaffen.
Aber morgen am 6. Dezember und am nächsten Sonntag werde ich 12, 13, 14, 15 und bis zu 16 Stunden hintereinander (ohne Unterbrechung) dem fortlaufenden Versuch der U.W. widmen und genau so werde ich es an allen Wochenenden machen.
Vor einigen Tagen habe ich eine tiefe Einsicht darüber gehabt, dass DAS STÄRKSTE, was sich dem Aufwachen widersetzt, DIE BEGIERDE DANACH, ALLE GRUNDLEGENDEN BEDÜRFNISSE (Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf) GESICHERT ZU HABEN ist und dass selbst, wenn diese Bedürfnisse erfüllt sind (scheinbar gesichert), das Denken sich immer davor fürchtet sie wieder zu verlieren. Das ist etwas dermaßen starkes und archaisches wie der Überlebensinstinkt selbst (ich habe ihn spüren können).
In U.W. verschwindet dies, solange man die U.W. aufrechterhält, aber sobald man die U.W. wieder verlässt und im nicht funktionalen Denken lebt (“C”) kommt es wieder zurück, aber was ich in aller Tiefe verstanden habe ist, dass das so ist (die Gier nach Sicherheit), weil das Denken IMMER “GLAUBT” (GLAUBE) ODER “HOFFT” (HOFFNUNG) DASS SICH ETWAS DAGEGEN MACHEN LÄSST, also im Bezug auf was auch immer, im Bezug auf die Bedürfnisse, auf die Arbeit, auf die Beziehungen, auf die Gesundheit und die Krankheit, auf das Leben und den Tod, auf den schlechten Charakter, etc. Und im Bezug auf all das, was seine Kapazitäten übersteigt, GLAUBT ODER HOFFT ES, dass ein “Supervater” oder eine “Supermutter” etwas machen kann.
Aber wenn man akzeptiert, dass IN NICHTS SICHERHEIT EXISTIERT, wenn man akzeptiert, dass MAN IM BEZUG AUF NICHTS ETWAS MACHEN KANN und man akzeptiert IM BEZUG AUF ALLES IN DER TOTALEN UNSICHERHEIT ZU LEBEN, wenn ein Zustand des Geistes auftritt, in dem es mir egal ist, ob ich lebe oder sterbe, esse oder hungere, Nahrung, Kleidung und Dach habe oder nicht, allein oder mit Begleitung bin, Ruhm und Ehre habe oder verachtet, verstoßen oder verhöhnt werde, das heißt, WENN ICH AKZEPTIERE KOMPLETT UND STETIG VERLETZBAR ZU SEIN und DASS ICH ALLES VERLIEREN KANN (sogar die Lebenskraft), IN JEDEM MOMENT, OHNE DASS ES FÜR MICH WICHTIG IST, DANN VERCHWINDET DIE ANGST FÜR IMMER UND DER GEIST IST VOLLKOMMEN FREI VON JEDER ANGST UND JEDEM WUNSCH (und die vollkommene Abwesenheit von Angst und Wünschen ist, so bin ich sicher, DIE VOLLKOMMENE INEXISTENZ DES “ICHS”), denn Angst und Wünsche sind zwei Seiten der selben Medaille, sie sind dasselbe: z.B. wenn ich mich in eine Frau verliebe, entsteht in mir der Wunsch sie zu erobern und mit ihr verbunden zu sein – ZUR GLEICHEN ZEIT ENTSTEHT AUCH DIE ANGST DIESEN WUNSCH NICHT ZU ERREICHEN.
Alles Gute
...
Antwort von RFG:
Dadurch, dass die gesamte Literatur nicht gelesen wurde (MEHRMALS) so wie ich es empfehle, klappt der Versuch nicht gut, denn du machst es verkehrt herum.
Am Anfang muss die Sprache aussetzen und somit der Versuch anfangen.
Erst die U.W. versuchen (nicht mit dem Denken anfangen).
SCHON BALD offenbart sich die Hypnose, denn sie ist mächtig, hartnäckig, wechselseitig sowie von kollektivem, genetischem, musikalischem, heimtückischem, verbalem und kulturellem Charakter.
Also hört man (wenn man in der U.W. ist) dem Denken und dem inneren Dialog zu als wären sie ein weiteres Geräusch.
Und dann wird dich das Denken nicht einfach verschlingen, du glaubst dann nicht einfach, dass der Geist nur Denken und Gedächtnis sind.
Wozu sollte man die Literatur komplett und mehrmalig lesen?
Um die Dinge gut zu machen, und nicht verkehrt herum, so wie du es machst.
Für was die Literatur mehrmalig lesen?
Um nicht zu sagen “vereinigen”, denn das bedeutet zu glauben, dass das “Ich” etwas machen kann.
Die U.W. ist nicht vereinigend. Man wird sich bewusst, dass alles vereinigt ist.
Das “Ich” will “vereinigen”.
“Erreichen” gibt es nur in der absoluten Zeit.
Man kann die U.W. nicht erreichen, es gibt sie nur im JETZT.
Das “Ich” möchte etwas “ERREICHEN”.
Du sagst, dass „man nichts machen kann“.
Ist die U.W. nichts?
Man KANN die U.W. versuchen. Das ist etwas. Es ist sogar das Wichtigste, was es gibt.
Sehen ist Tun.
Glaubst du etwa, sehen ist nichts zu tun?
Sehen, ohne die Erinnerung, von dem was du schon gesehen hast.
Den Versuch macht man ohne das “Ich” (ohne Anstrengung, ohne Erwartungen etwas zu erreichen, zu vereinigen, zu verbessern).
Nicht zu lesen bedeutet nicht die polierte Sprache zu verwenden.
Und wenn man nicht die polierte Sprache verwendet, macht man die U.W. verkehrt herum.
Du willst Zeit sparen und einfach direkt anfangen, ohne zu lesen und zu lernen.
Ohne die polierte Sprache.
Die polierte Sprache, ohne temporale, hypnotische und egozentrische Sprache, bringt uns näher an die U.W.
Die nicht polierte Sprache hingegen entfernt uns von der U.W.
Und so verlierst du Zeit, wie die Mehrheit der Leute, die die U.W. ohne Ernsthaftigkeit angehen und so nie die Unermesslichkeit (U.W.) entdecken. Sie bestätigen somit nie für sich selbst, dass die U.W. das Wichtigste im Leben ist.
Lies die Literatur von RFG komplett und mehrmalig. Habe keine Eile, denn diese Eile bringt dich dazu, Zeit zu verlieren.
Du siehst schon, dass ich mich gezwungen fühle dasselbe mehrmals zu wiederholen. Lies alles, was ich geschrieben habe, mehrmals.
Alles Gute!
RFG
Juan Pablo Fajardo, Psychologe aus Guadalajara, sagt:
Die Sprache wird poliert, damit man das Komplexe auf einfache Art und Weise ausdrücken kann. Somit wird die Didaktik verbessert und die Holokinetische Psychologie für mehr Menschen zugänglich gemacht.
Das Lesen von RFGs Literatur lädt uns zum ständigen Versuch der U.W. ein – das Lesen und der Versuch machen die Unitäre Wahrnehmung zu einem permanenten Erforschen.
Die Literatur basiert auf Tatsachen, die durch einen selbst überprüft werden können. Man verliert keine Zeit in Fantasien.
Der holokinetische, psychotherapeutische Akt sollte durch wöchentliche Treffen über das Thema der Unitären Wahrnehmung unterstützt und ergänzt werden, um darüber zu sprechen, was diese MENTALE Tatsache ist und was sie nicht ist.
Es ist zu beobachten, dass die Person ohne diese Treffen durch das schwarze Loch des (auf dem Bereich “C” basierenden) Alltagslebens “verschlungen” wird.
Der Versuch ohne Anstrengung in Unitärer Wahrnehmung zu leben sollte ein konstanter und täglicher sein – eine Art zu leben, die mit dem Tod der Ich-Bezogenheit beginnt.
Das komplette und mehrmalige Lesen meiner Literatur über das Thema hilft genau zu verstehen, was diese Tatsache (U.W.) ist.
Sprechstunden mit Dr. Rubén Feldman-González, direkt oder über Internet:
rufegon2002@gmail.com
www.cphmexicali.com
cphmexicali@percepcionunitaria.org
Telefon.: 52 (Mexiko) 686 (Mexicali) 842 0004 (in Mexicali)
Internetkurs, bestehend aus 5 Modulen
www.psicologiaholokinetica.org(Spanisch);
www.holokineticpsychology.org(Englisch)
www.percepcionunitaria.org
Lesen Sie kostenlose Auszüge aus der Literatur von RFG, hören Sie Audios von Seminaren, sehen Sie DVDs, etc.:www.percepcionunitaria.org
Liste der erhältlichen Literatur: rufegon2002@gmail.com
Erwerb der Literatur: http://www.holokinesislibros.com/
Zwei Interviews mit RFG im Fernsehen von Buenos Aires (in Spanisch):
1. 2004
http://video.google.es/videoplay?docid=8949641106607413047
2. 2006
http://video.google.es/videoplay?docid=-7472169441210621070&hl=es
3. Kennen Sie bereits das Interview in Guatemala auf DVD? (Spanisch)
http://percepcionunitaria.org/entrevista-rfg-guatemala
Auszüge aus der Literatur
Von Rubén Feldman González
Die Unitäre Wahrnehmung ist die wichtigste Tatsache des menschlichen Geistes und zugleich die am wenigsten Bekannte. Es handelt sich dabei nicht um eine Theorie. Es handelt sich um Frieden, Regeneration und Kommunion. Es handelt sich um das Ende des Konfliktes. Die Unitäre Wahrnehmung ist das komplette Erwachen aus dem Albtraum, den wir aus dem alltäglichen Leben gemacht haben. Es reicht nicht die Unitäre Wahrnehmung zu definieren – es ist wichtig die gesamte Literatur zu studieren, um sie unverfälscht und konstant in das eigene Leben einbeziehen zu können. Die Unitäre Wahrnehmung ist die Form des wirklichen Lebens, die die Menschheit jetzt sofort braucht.
Rubén Feldman González
Die Menschheit entdeckt im 20. Jahrhundert, dank Jiddu Krishnamurti und denen sich ab März 1975 über 10 Jahre hinweg erstreckenden Dialogen zwischen ihm, Prof. David Bohm und dem Autor dieses Textes, die Unitäre Wahrnehmung wieder. Was wiederentdeckt wird (für diejenigen, die sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen), ist eine Gehirnfunktion, die seit fast 800'000 Jahren nicht benutzt wurde. Es handelt sich hierbei um das komplette Erwachen, das erfolgt, nachdem das Individuum bereits aus dem Schlaf aufgewacht ist. Nach dem Aufwachen aus dem Schlaf hat das Individuum also potentiellen Zugang zu einem zweiten und kompletten Erwachen (während des bewussten Wachzustandes), das die komplette Inkarnation in den eigenen Körper darstellt. Dieses komplette Erwachen, die komplette bewusste Inkarnation in den eigenen Körper, ist die Unitäre Wahrnehmung.
Einführung in Guadalajara, Jalisco, Mexiko
Universität Guadalajara
Die Unitäre Wahrnehmung
Rubén Feldman-González, 2. Februar 2006


